Langenhorn 2050

Der Anfang ist gemacht - wie geht es jetzt weiter?

Am 23. März wurde unter dem Titel: "Grünes Langenhorn" die Auftaktveranstaltung zur Themenreihe: "Konzept Langenhorn 2050" durchgeführt. Ziel des Abends (und aller folgenden) war, die interessierten Bürgerinnen und Bürger einmal selbst zu Wort kommen zu lassen und frei von der Leber weg Wünsche und Ziele zum zukünftigen Antlitz unseres Stadtteils vorbringen zu können. In vielen Punkten herrschte Einigkeit, bei manchen Themen wurde etwas intensiver diskutiert. Alles Wesentliche wurde dokumentiert und wird am Ende Basis sein für eine Haltung des Bürger- und Heimatvereins zu Fragen der weiteren Stadt(teil)entwicklung. Vielen Dank an alle, die dabei waren und gute zwei Stunden mit Interesse, Freundlichkeit, Fairness und Sachkenntnis zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben!

Sie wissen nicht, worum es genau geht bei "Langenhorn 2050"? Dann lesen Sie bitte hier alle Details dazu.


Fast kein Tag vergeht, in dem wir nicht gefragt werden: Was sagt denn der Bürger- und Heimatverein dazu? Zum neuen Bauprojekt, zum Plan für den Straßenumbau, zum Fällen von Bäumen, zum Einschränken von Parkmöglichkeiten - kurz: zu fast allem, was sich in unserem Stadtteil so tut. Was sagt der Bürger- und Heimatverein denn dazu?
Jetzt könnte jedes Vorstandsmitglied spontan antworten - aber ein jeder nur mit seiner persönlichen Meinung. Als Bürger- und Heimatverein sind wir nicht darauf ausgerichtet, eine gemeinsame Meinung oder Haltung herzustellen - wir sind keine Partei. Wir versuchen, Gemeinsames zu finden und Brücken zu bauen.
Worauf wir indes nicht verzichten können: Wir wollen schon wissen, was die Langenhornerinnen und Langenhorner sich für ihren Stadtteil wünschen und vorstellen. Nur dann können wir gegenüber Verwaltungen und Politikern, interessierten Firmen oder Verbänden etc. mit dem Argument auftreten: „Die Bürgerinnen und Bürger Langenhorns wollen (dies und das) nicht - sie wünschen sich vielmehr (dieses und jenes)“.

Und genau das ist das Ziel der grossen Veranstaltungsreihe Langenhorn 2050, die im März begonnen hat und die im Laufe des Jahres fortgeführt wird: Zu lernen und zu erfahren, welche Vorstellungen und Ziele Sie, die Menschen in Langenhorn, für ihren Stadtteil haben. Wir werden zu allen wichtigen Themen fragen.
Wir erfinden das Rad dabei nicht neu. Es gibt für Hamburg einen Flächennutzungsplan, doch der ist von 1972, wurde rund 100 mal geändert und kann damit keine Leitfunktion mehr haben. Unterhalb dieser Planungsebene sollte es Stadtteilpläne zur Entwicklung der Ortsteile geben - dazu ist es aber nie gekommen. Die unterste Ebene ist der Bebauungsplan, der kleinteilig die zukünftige Bebauung von mehreren Grundstücken regelt. Solche Bebauungspläne werden heute überwiegend vorhabenbezogen da erstellt, wo ein Grundeigentümer als Investor plant, wie er etwas bauen oder umbauen will (Wichert, Ohlsdorfer Bad ... ). Es ist zwar nett, dass die Kosten der Gutachten (Boden, Schallschutz, Umwelt, Artenschutz ... ) und Planer und die Straßenbaukosten dann nicht vom Bezirk, sondern vom Investor getragen werden. Zusätzlich kann ihm auferlegt werden, größere Spielplätze oder Wanderwege anzulegen. Doch kann das die Lösung sein: Privat induzierte Stadtplanung? Gefolgt von „betreuter Bürgerbeteiligung“?

Zusammenhängende Stadtplanung aus öffentlichem Interesse hält sich eher zurück. Interessant ist, dass der neue Hamburger Oberbaudirektor Dipl.-Ing. Franz-Josef Höing zugab, dass er 75 % der Stadtteile als „spröde und vernachlässigt“ ansieht. Aber er meint auch: „Es gibt nicht nur noch Hafencity, Altona und Neu Allermöhe“.
Doch was hat der Oberbaudirektor an "städtebaulichen Dominanten“ für Langenhorn vor? Wir wissen es nicht (will er einen Langhorntower? Oder einen Flughafentower, der auf unsere Moore gebaut wird?).

Fakt ist, dass Langenhorn im Gegensatz zu Eppendorf noch viel Entwicklungspotential hat.

Fakt ist auch, dass sogenannte „städtebauliche Wettbewerbe“, wo Architekten völlig losgelöst gestalten dürfen, mit der Gestaltung von ganzen Wohnvierteln vielleicht dem modernen Trend urbaner Gestaltung entsprechen – dabei aber nicht unbedingt den Wohlfühlfaktor der Langenhorner oder Langenhornerinnen treffen.

Und Fakt ist: Wir Langenhorner wollen endlich selbst festlegen, wie sich unser Stadtteil entwickeln soll und wie wir ihn der nächsten Generation lebenswert hinterlassen wollen.

Dabei ist klar: Wir sind keine Moderatorenprofis, sehen sie uns bitte Holperigkeiten nach. Wir wissen nie, was am Ende unserer Veranstaltungen herauskommt - aber es wäre doch schön, wenn wir Leitlinien für die Zukunft unseres Langenhorn hätten, die von Ihnen, den Langenhornerinnen und Langenhornern aufgestellt wurden. Und die wir den Politikern und der Verwaltung immer vorhalten können.

Achten Sie also auf die Presse: Schon bald laden wir zur nächsten Veranstaltung ein!

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Die Rundschau

Termin Langenhorn 2050


Nächster Termin ist Donnerstag, 13. September, 18 Uhr im Bürgerhaus, Tangst. Landstraße 41.

Die Veranstaltung widmet sich einem sehr zentralen Thema: Bauen und Wohnen. Wie müssen wir heute planen und bauen, damit die Menschen um 2050 so leben und wohnen können, wie sie es wünschen? Braucht Langenhorn überhaupt noch zusätzlichen Wohnungsbau? Wenn ja - welche Art? Reihenhäuser oder Hochhäuser, offene oder geschlossene Bebauung? Teilnahme ohne Anmeldung möglich & natürlich kostenlos!

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