Alles wird gut. Wird alles gut?

Mitte April des vergangenen Jahres wurde die frühere Sozialdezernentin Yvonne Nische mit 33 von 49 Abgeordnetenstimmen zur neuen Bezirksamtsleiterin von Hamburg-Nord gewählt. Der Langenhorner Bürger- und Heimatverein hat ihr zur Wahl gratuliert und geht zum Jahreswechsel fest davon aus, dass sie im neuen Jahr auch formell das Amt übernehmen kann, das sie schon jetzt kraftvoll ausübt.
Also hat die Vorsitzende Andrea Rugbarth Frau Nische gebeten, zum Beginn des Jahres den Langenhornerinnen und Langenhornern darzulegen, wie sie die Lage und die Perspektiven unseres Stadtteils aktuell sieht und einschätzt.
Wir danken Frau Nische für Ihre Grußwort zum neuen Jahr und wir hoffen auf eine enge, gute Zusammenarbeit.


Yvonne Nische Stellvertretende BezirksamtsleiterinLiebe Langenhornerinnen und Langenhorner,
ich freue mich sehr über die Gelegenheit, zum Jahreswechsel ein kleines Grußwort an Sie richten zu dürfen. Die Langenhorner Rundschau ist ja ein Klassiker unter den Stadtteilzeitungen, bietet eine schöne Gelegenheit „ins Gespräch“ zu kommen und zum Jahresende einen Blick nach hinten sowie nach vorn zu werfen.
Auch Langenhorn wächst und deshalb ist der Wohnungsbau auch im kommenden Jahr 2019 ein Topthema. Benötigt wird Wohnraum in verschiedenen Größen und Typen, für alle Zielgruppen von Jung bis Alt und vor allem auch für Menschen mit geringerem Einkommen. Dabei kommt es auf einen guten Mix, möglichst geringem Flächenverbrauch und eine zukunftsweisende Einpassung in die jeweiligen Charakteristika des Stadtteils an. Dies bedeutet, dass es in Langenhorn auch künftig viel Grün und sehr unterschiedliche Quartiere geben wird, dass aber auch Neues entsteht und an geeigneten Stellen verdichteter, höher sowie kombiniert gebaut wird.


Ein zukunftsweisendes Projekt ist das just im ersten Abschnitt eröffnete „LaHoMa“ als runderneuertes Einkaufszentrum, welches auch durch Anregung aus dem Bezirk um 126 Wohnungen in den Obergeschossen ergänzt wird. Die Wohnungen werden 2019 fertig gestellt und ein Drittel davon gefördert im Sozialen Wohnungsbau. Ganz im geförderten Wohnungsbau werden beim Schröderstift am Kiwittsmoor über 200 neue seniorengerechte Wohnungen als Ersatz der unzeitgemäßen Kleinstwohnungen und in Ergänzung 268 neue familiengerechten Neubauwohnungen entstehen. Erwähnenswert ist aber auch die Kombination von großen Einzelhandelsflächen mit Wohnungsbau wie z.B. durch Aldi Nord in der Langenhorner Chaussee oder die behutsame Nachverdichtung am Kiwittsmoorpark, wo eine 50er Jahre-Siedlung durch einen Neubau mit barrierearmen, single- und familienfreundlichen Wohnungen ergänzt wurde.
Dieser Bau, der sich städtebaulich hervorragend eingefügt hat, wurde sogar mit dem Wohnungsbaupreis ausgezeichnet.
Diese Beispiele geben Anregung für ähnliche mögliche Entwicklungen an anderer Stelle.

Langenhorn hat sehr viele geflüchtete Menschen aufgenommen  und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben sich ehrenamtlich für sie engagiert. Ihnen allen gebührt großer Dank, denn so wurde und wird ein erheblicher und besonders wertvoller Beitrag zu gelingender Integration geleistet. Inzwischen ist die ehemalige Erstaufnahme am Grellkamp aufgelöst und das Bezirksamt hatte den Stadtteil eingeladen, gemeinsam Überlegungen für eine mögliche Nachnutzung anzustellen. Viele Ideen und wichtige Bedarfe von Kitaplätzen über Begegnungsflächen bis zur Nahversorgung wurden formuliert. Allerdings ist die Schulbehörde aktuell noch in der Prüfung, ob die Fläche angesichts steigender Schülerzahlen u.U. doch noch für Schulzwecke benötigt wird. Dies wäre natürlich ebenfalls ein anerkannt wichtiger Bedarf mit Bedeutung für Langenhorn, sodass die abschließende Bewertung noch abzuwarten ist.
Die Container-Unterkunft am Kiwittsmoor, die zum Jahreswechsel geschlossen wird, soll hingegen vollständig abgebaut werden und das Grundstück wieder für das Parken zur Verfügung stehen. Dies wird den Parkdruck im Umfeld wieder mindern und rund um den Flughafen wird die Möglichkeit des Bewohnerparkens geprüft.
Im Bereich Verkehr und Mobilität werden in 2019 außerdem u.a. die Herstellung barrierefreier Haltestellen weiter vorangetrieben, Teile der Veloroute 4 ausgebaut (z.B. Schutzstreifen zwischen Diekmoorweg und Tala) und Möglichkeiten für eine Finanzierung der abschnittsweisen Grundsanierung des nördlichen Teils der Tangstedter Landstraße geprüft.
Der Flughafen ist ein wichtiges Unternehmen für die Stadt, den Bezirk und Langenhorn und ist Arbeitgeber für viele Menschen im Stadtteil. Das Thema Fluglärm hat in diesem Jahr aber einmal mehr für Beschwerden gesorgt. Nach einem ganz erheblichen Anstieg der Verspätungen ist zum Jahresende zumindest wieder ein Rückgang zu verzeichnen, der im kommenden Jahr noch viel deutlicher ausfallen muss. Die Nachtruhe, der ungestörte Schlaf sind ein hohes Gut, das es zu schützen gilt. Der Luftverkehrsgipfel, zu welchem der Erste Bürgermeister im Oktober eingeladen hatte, war deshalb nicht nur ein wichtiges Signal, sondern hat zu einem Maßnahmenpaket geführt, welches hierzu maßgeblich beitragen muss.
Nach einigen Verzögerungen soll nun in 2019 der Sportplatz Höpen ertüchtigt werden. Die Ideen zur Umgestaltung des Sportplatzes Höpen wurden zusammen mit Nutzern, Anwohnern und Interessierten in zwei Beteiligungsaktionen vor Ort entwickelt. Das neue Konzept sieht neben einem verkleinerten Fußballfeld (D-Junioren, Rasen) weitere Bewegungs- und Freizeitangebote vor: ein Multifunktionsspielfeld mit Streetball und Baseball Rückschlagswand, einen Bereich mit Fitnessgeräten für verschiedene Altersgruppen, eine Boulefläche mit Sitzgelegenheiten, eine Tischtennisplatte und eine Rasenfläche als Freizeit – und Spielwiese.
Die Umbaumaßnahmen werden im 1. Quartal starten – vorausgesetzt die Witterung bleibt frostfrei. Im Sommer sollte das erweiterte Angebot dann allen Nutzern offen stehen. Der Sportpark soll für Jung und Alt gleichermaßen fungieren und kann auch für Aktivitäten von und mit Flüchtlingen genutzt werden. So soll ein weitere Ort entstehen, an dem man sich in Langenhorn beim Sport begegnen kann.

Ich freue mich auch, dass es dem Bezirk nach einem Bürgerschaftsbeschluss möglich ist, die Mittel für die Treffs der Offenen Seniorenarbeit in 2019 zu erhöhen und in Ergänzung zu unserer Mütterberatung die Unterstützung junger Familien in Langenhorn über die sogenannten Frühen Hilfen weiter zu sichern. Hierfür hat die Bezirksversammlung auch Mittel aus dem Quartiersfonds zur Verfügung gestellt.
Angelaufen ist weiterhin das Projekt des Diakonischen Werks Hamburg „Ankommen, Leben und Arbeiten in Langenhorn und Fuhlsbüttel“, finanziert aus Mitteln des Deutschen Hilfswerks/ Fernsehlotterie. Es setzt seinen Arbeitsschwerpunkt auf den Bereich Arbeit und Bildung und sorgt für den Aufbau eines lokalen Netzwerks und interkulturelle Öffnung.

Liebe Leserinnen und Leser, auch in 2019 gibt es für uns alle also Erfreuliches und wieder viel zu tun. Ich hoffe, das Langenhorn so lebendig und engagiert bleibt, wie ich es kennen gelernt habe. Ich freue mich auch auf Ihre Meinung und Ihren Sachverstand, wenn es um die Themen Ihres Stadtteils geht und wünsche Ihnen ein glückliches und gesundes Jahr 2019!

Herzliche Grüße
Ihre Yvonne Nische
Stellvertretende Bezirksamtsleiterin
Hamburg-Nord


Would you like to try out ipage hosting, they provide reliable green hosting service.

Die Rundschau

Joomla Templates designed by Joomla Hosting