5. Folge der Geschichte Langenhorns - Hamburg und Storman

Hamburg und Storman

Der fundamentale religiöse Wandel der Sachsen zum Christentum sowie wirtschaftliche und politische Krisen kennzeichnen eine Epochengrenze. Da gibt es aber auch Wachstum: Hamburg. Über die Ursprünge Hamburgs ist vieles aufgeschrieben: gewachsene Siedlung um 810 mit „befestigter" Hammaburg auf einem Geestrücken der Alstermündung (altsächsisch bedeutete das Wort Ham: Gelände am Fluss oder Sumpfgebiet).Kirche und Adel hatten das Sagen. Händler, Handwerker, Fischer siedelten dort mit Marktplatz und Bootsanleger. Heidenbekehrer Ansgar, Wikinger"besuche", erst gegen 1100 einen richtigen Hafen ... Sie kennen die Geschichte.

 

[Bild Hammaburg, Wikipedia, NordNordWest, Rainer-Maria Weiss (Hrsg.): Burgen in Hamburg]

Langenhorn ist nur ein Tagesweg entfernt. Über Langenhorn ist entwicklungsmäßig wenig bekannt. Es gehörte zu Storman. Stormarn inklusive der Hammaburg gehörte ab 814 zum Bistum Verden. Priester Ansgar flüchtete vor den Wikingern 845 nach Bremen. 848 wurde er dort Erzbischof des Erzbistums Bremen.

Erstmals erwähnt wird Stormarn (dazu Dithmarschen und Holstein) im 11. Jahrhundert bei Adam von Bremen, der die drei nordelbische Gaue des mittelalterlichen Stammesherzogtums Sachsen nennt. Damals grenzte Stormarn im Osten unmittelbar an das Siedlungsgebiet der Slaven. Ab 1111 gehörte Stormarn zusammen mit Holstein zum Herrschaftsgebiet der Schauenburger Grafen.

Es begann zwar die Ritterzeit mit Minnegesang und Kämpfen, die aber für Langenhorn und Hamburg wenig Einfluss hatten. Die Ritter konnten nicht schreiben oder lesen. Hier regierte das Bistum, die Klöster und der Adel.

Um 1066 gab es einen Slavenaufstand wegen der hohen Abgaben an Bistum und Klöster. Sie brandschatzten Siedlungen in Holstein, Schleswig und machten auch vor Hamburg nicht halt. Mit großer Übermacht wurden der Dom, die Burgen und Häuser niedergebrannt. Überlebende wurden Sklaven. Es ist vermutlich auch Langenhorn betroffen gewesen.

Die weitere Geschichte Langenhorns gibt es in einer späteren Ausgabe.

Axel Kloebe

(Quellen u.a. Wikipedia und andere Internet-Informationen über Hamburg)